Die Geschichte von
Stangenrod in Oberhessen
 
E-Mail: Info@Stangenrod.de   Aktualisierung: 08.11.03 / M.Welke

Im nördlich von Grünberg liegenden Stangenrod leben 619 Einwohner (Stand: 1999)

Geschichte: Vermutlich entstand der Ort im 6./7. Jh. als fränkische Siedlung. Erstmals urkundlich erwähnt ist er 1320, damals gehörte er zum Erzbistum Mainz, später dann zu Hessen-Darmstadt. Auf den langjährigen Einfluß des Mainzer Erzbistums weisen noch heute Flurnamen und Straßennnamen im Ort hin.

Sehenswürdigkeiten: Etwas den Ort überragend steht die romanisch und gotisch beeinflußte Kirche. Sie datiert auf 1100, womit sie die älteste erhaltene Kirche der Region ist. Ihre Bauform, und vor allem die starken Mauern, weisen sie als Wehrkirche aus. Westturm und Chor erfuhren mehrfache Veränderungen. Als die Kirche 1722 renoviert wurde, fand man im Altar eine Reliquie. Vermutlich Mauerreste des Tors eines Klosters wurden erst 1998 bei Kanalarbeiten entdeckt. Die Teile einer Ringmauer werden auf das 13. Jh. geschätzt. Die Mauer verlief vermutlich um die Kirche wie auch um einen Teil des alten Dorfes.

Auf dem Kirchhof wurde 1860 ein Massengrab entdeckt, das 1771 nach der Schlacht zwischen Franzosen und Braunschweigern angelegt wurde.

[Nach: Susanne Schlosser, Landkreis Gießen (erschienen im KOBO Verlag 1999)]


Es werden weitere Informationen zur Geschichte von Stangenrod sowie der Wüstung Mönchrod gesucht.

Kontakt: M.Welke